Das ausverkaufte Carlswerk Victoria steht Kopf
Bush erfreuen ihre Fans in Deutschland mit einem Abstecher in unsere Gefielde, sie treten neben großen Festivals (Rock am Ring und Rock im Park) auch vier Clubshows als Headliner auf. An diesem Abend in Köln im Carlswerk Victoria vor 1.600 Fans und damit ausverkauftes Haus. Die Schlange am Einlass reichte einmal um das Parkhaus herum bis zu Club Volta. Als Opener an diesem Abend ist die Indie-Punk Band Nikra am Start.
Die Vorband Nikra heizt dem Publikum ordentlich ein
Nikra aus Wiesbaden sind eine Icone einer engagierten Generation, die ihre Wut gegen ein kapitalistisches und teils patriarchalisches System herausschreit. Und genau das tun Sie auf der Bühne und animieren immer wieder das Publikum zum mitmachen. Was Ihnen durchaus gelingt und die Stimmung und Vorfreude auf Bush deutlich erhöht.
Kleiner Abstecher von Bush nach Deutschland

Die Alternative-Rock-Ikonen Bush sind weiterhin mit ihrem zehnten Album „I Beat Loneliness“ im Gepäck auf Tour 2026. Man muss schon ein bisschen Glück haben wenn man Bush in einer „kleinen“ Location mit 1.600 Fans statt in einer Arena mit ein paar Zehntausend Menschen erleben will. Dieses intensive Erlebniss sollte man sich aber echt nicht engehen lassen.
Kein technischer Firlefanz sondern purer Alternative Rock
Bush setzen auf dieser Tour nicht auf eine fette Bühnenshow, sondern auf kontrollierte musikalische Power. Ein wenig Lightshow passend zum Sound und ein bisschen Nebel, das wars. Die „kleinen“ Location bieten der Band aus London mal wieder die Möglichkeit direkt mit ihren Fans in Kontakt zu treten. Noch näher ist man, glaube ich, schon lange nicht mehr an die Jungs heran gekommen. Was für ein Stimmung bei den Fans, als ob sie in ihrem eigenen Wohnzimmer auftreten würden.
Es ertönt das Intro und es geht gleich in die Vollen
Um kurz nach 21 Uhr ertönt das Intro, und wenig später betriet dieBand die Bühne, um mit „Scares“ ihre Show zu eröffnen. Es folgen „The Chemicals Between Us“ und „Land of milk and Honey“. Es folgte ein wilder Ritt durch die Diskografie der Band, gespickt mit Welthits und absoluten Rock-Hymnen.
Vier Musiker und eine Menge Energie

Die unverkennbar rauchig-atmosphärische Stimme von Rossdale erklingt und das Publikum explodiert. Seine Stimme trägt die emotionalen Texte, die meist zwischen Melancholie und Wut pendeln. Wenn er gerade keinen Gesangspart hat, tänzelt er über die Bühne und lässt sich einfach zur Musik treiben.
Gitarrist Chris Traynor trägt einen breiten Filzhut, unter dem sein Gesicht meist im Dunkeln verborgen bleibt. Aber manchmal explodierte er förmlich und petschte das Publikum an. Corey Britz Bassist der Band ist als Persönlichkeit wohl der Ruhepol auf der Bühne, treibt aber unermüdlich den Rhytmus voran. Drummer Nik Hughes thront über dem Geschehen, er schneidet beim Trommeln ewig Grimassen und reißt die Stöcke in die Höhe als gebe es kein Morgen mehr.
Zugaben vom Feinsten
Nachdem sich die Band schon im normalen Set des Abends komplett verausgabt hatte, folgten drei Zugaben nach einer kurzen Pause. Diese Songs hatten es in sich „Swallowed“ machte den Start, gefolgt von „Little Things“ und zum Schluss „Comedown“. Bush hat nochmals alles gegeben und wurde von den Fans frenetisch verabschiedet.
Unser Fazit: WTF! War das ein geiles Konzert. Keiner und ich meine wirklich keiner verließ das Carlswerk Victoria ohne rundherum glücklich auszusehen. Bush ließ kein Highligt ihrer langen Karriere aus und kam extrem sympatisch dabei rüber.
Our verdict: WTF! That was one awesome concert. Not a single person – and I mean not a single one – left Carlswerk Victoria without looking completely happy. Bush played every highlight of her long career and came across as incredibly likable.
All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller
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