Live-Review! Machine Head liefern grandiose Show im Palladium ab

Ein Freitagabend – Machine Head – ein Haufen Metal-Fans und jede Menge Spaß

HELL YEAH – besser kann man diese Konzert von Machine Head nicht umschreiben. Na gut überredet ein paar Details soll es dann an dieser Stelle geben 🙂 Als allererstes das Palladium war wirklich restlos ausverkauft und die Stimmung der Fans war ausgezeichnet.

Mal kein Opener war sehr erfrischend.

Die Band hatte schon im Vorfeld angekündigt das es keine Vorband geben wird, sondern Vollgas – Machine Head. Die Band um Frontmann und Mastermind Robb Flynn betrat pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne, nachdem das Publikum mit „In Comes the Flood““ vom Band in Stimmung gebracht worden war. Dazu gab es passend ein digitales Bühnenbild mit einem riesigen MH-Emblem im Hintergrund, flankiert von kriegsähnlichen Grafiken, dazu Nebelschwaden und Suchscheinwerfer artigen Lichtkegel, die die Halle und die Fans in die richtige Stimmung brachte.

Der erste Live-Song war „Imperium“ der auch direkt – In your Face – war. Hart und brachial gespielt wie die Fans es lieben. Es dauerte keine 30 Sekunden und die ersten Crowdsurfer waren Richtung Bühne unterwegs. Das nahm auch bis zum Ende des Konzerts kein Ende, ein Umstand, der nicht nur die Security permanent forderte, sondern auch im Fotograben für zusätzliche Hektik sorgte. Dort wurde schnell deutlich, wie eng so eine Sicherheitszone sein kann, wenn sich acht Fotografen gleichzeitig um die besten Fotos bemühen und man dabei ständig darauf achten müssen, der Security nicht im Weg zu stehen und noch der Pyro auszuweichen. Daher unser großer Dank und Respekt an die Security die das Ganze ruhig und besonnen gemeistert hat.

Machine Head holte sich Verstärkung

All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller

Offiziell sind Machine Head nur noch als Trio gelistet, für Studioaufnahmen und Touren wird jedoch regelmäßig ein zweiter Gitarrist verpflichtet. Für die „An Evening With …“-Tour ist mit Wacław „Vogg“ Kiełtyka ein alter Bekannter an der Gitarre dabei, der von 2019 bis 2023 schon bei der Band spielte. Frontmann Robb Flynn dominierte das Geschehen mit seiner Stimme und einer körperlichen Präsenz, die wirklich beeindruckte. Selbst wenn die Pyroeffekte die Bühne in ein Flammenmeer tauchten, blieb er inmitten des Geschehens wie ein Fels in der Brandung stehen. Man muss schon sagen das die Feuerfontänen den Songs wie „BECØME THE FIRESTØRM“ oder „Halo“ dem Palladium einen apokalyptischen Flair verpasste. Hinter Flynn thronte das massive Drumkit wie eine Festung und unterstrich den ohnehin monumentalen Charakter der Bühnenshow.

„Machine F*cking Head“

Frontmann Robb Flynn interagierte immer wieder mit dem Publikum, erzählte aus dem Leben und der Historie der Band sowie von den Entstehungsgeschichten der Songs oder forderte riesige Circle Pits ein, die die Fans mit Freude eröffneten. Zwischen den Songs hallte immer wieder „Machine F*cking Head“ durch die Halle.

Musikalisch setzte die Band auf eine breite und sehr kompromisslose Setlist, die sowohl neuere Stücke als auch ältere Favoriten aus verschiedenen Alben vereinte. Einzig „Darkness Within“ war ein akustischer Gegenpol zu dem sonst brachialen Gitarren-Gewitter was pausenlos über die Fans hinwegzog.

2 Stunden Vollgas – Danke Machine Head

Diese fast unmenschlich anmutende Ausdauer zeigte Wirkung im Publikum. Es war eine abgefahrene Stimmung im Palladium bis zum Ende hin. Die einzige Schwachstelle des Konzerts war der Sound im hinteren Teil der Halle. Während der Sound im vorderen Bereich druckvoll und klar wirkte, verwandelte er sich weiter hinten zunehmend in einen Sound-Matsch aus dem die Stimme von Flynn kaum noch herauszu hören war. Das war aber auch wirklich der einzige Kritikpunkt des Abends.

Zwei Zugaben – eine mit viel Humor

Die erste Zugabe war das einzige Cover dieses ehrwürdigen Abends mit Machine Head: Sweet Dream (Are Made of This) im Original von den Eurytmics. Natürlch eine geniale Metalversion vom Original. Den Abschluss machte „Halo“, was den Jungs auf der Bühne auch die letzten Kraftreserven kostete.

Unser Fazit: Machine Head hat mit dieser Show eine Duftmarke gesetzt, an der sich einige Metal-Bands abarbeiten können. Eine wahnsinnig gute organisierte Performance, mit knallharten Gitarrenriffs, einem überragenden Sänger, einem extrem motivierten Bassisten und einem exzellenten Schlagzeuger. Einer Licht- und Bühnen-Show die besser nicht hätte abgestimmt sein können. Um es auf den Punkt zu bringen, die Fans waren am Ende ihrer Kräfte nach dieser kompromislosen Party.

Our Verdict: With this show, Machine Head has set a benchmark that many other metal bands will struggle to match. It was an incredibly well-organized performance, featuring crushing guitar riffs, a commanding vocalist, an extremely motivated bassist, and an excellent drummer—all complemented by a light and stage show that could not have been more perfectly synchronized. To put it simply: by the end of this uncompromising party, the fans were completely spent.

All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller

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