Live review – Barns Courtney: Eine Stimme, eine Gitarre und der helle Wahnsinn

Das arttheater in Köln stand förmlich in Flammen

Wenn Künstler zu ihren Wurzeln zurückkehren und kleine akustische Sets an winzigen Orten spielen sollte man es nicht verpassen. Und wer nicht am 04. Juni im artheater war, hat defenitiv etwas verpasst. Das ist die einzige Prämisse der Unplugged Solo Sessions Tour mit Barns Courtney mit Unterstützung von Jake Whiskin. Courtney hatte sich für die intimere Stimmung, aber komplett ausverkaufte Show mit vielen Gesprächen mit Fans und Hintergrundinformationen zu den Songs, entschieden. 400 Fans kamen – damit war das artheater ausverkauft.

Opener des Abends: Jake Whiskin

Jake Whiskin machte an diesem Abend wirklich einen fantatsischen Opener Job. Whiskin ist ein Singer und Songwriter aus Leeds, England. Er veröffentlichte Ende 2020 sein selbstbetiteltes Debütalbum. Seine ruhige Stimme und sein angenehmes Gitarrenspiel überzeugen das Publikum schon nach dem ersten Song. Die kurzen und humorvollen Story über seine Songs taten ihr übriges das man ihn und seine Musik einfach gern haben musste.

An dieser Stelle möchte ich gerne darauf hinweisen wie sauber ausgesteuert und wohl temperiert der Sound im arttheater war. Gerade bei so einem unplugged Konzert. Auch die Lightshow war während des gesamten Abends sehr gut auf die Künstler ausgerichtet und setzte sie wunderbar in Szene.

Barns Courtney live in Köln, All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller

Barns Courtney freestylte auf der Bühne

Bald war es Zeit für den Headliner, als Barns Courtney mit „Golden Dandelions“ und „Good Thing“ seine Show eröffnete brach eine wahnsinnig fröhliche Stimmung unter den Fans aus. Um das ganze noch zu steigern freestylte er mal eben einen Song über einen Fan im Publikum, was zu nicht nur lachenden Gesichtern führte, sondern auch zeigte was für ein wahnsinng guter Songwriter er ist. Das folgende Set, war herrlich chaotisch, eine wilder Ritt aus drei Studioalben, einer EP und mehreren internationalen erfolgreichen Singles wie „Fire“ und „Glitter & Gold“.

Crowdsurfing von Barns Courtney

Der energiegeladene Showman, Barns Courtney, beendete seinen Auftritt mit Crowdsurfing während er „Fire“ zum Besten gab. Unterstützt wurde von einer jungen Dame die er kurzerhand zu seiner Gitarristin gemacht hatte. Das war der letzte Rest der noch fehlte das es sich wie „eine echte Rockshow“ anfühlte. Er drückte immer wieder sein Erstaunen und seine Dankbarkeit aus, dass so viele Leute ihn auch ohne die Live-Band sehen wollten und versprach, bald nach Köln zurückzukehren.

Fazit Barns Courtney: Courtney ist ein ein Mann Powerhouse, was es versteht sein Publikum in den Bann zu schlagen. Er bietet als was man sich von einem Künstler wünscht: Eine wahnsinns Stimme, Emphatie, Humor und eine gute Portion Selbstironie. Es besteht definitiv kein Zweifel, dass bei seinem nächsten Besuch in Deutschland mehr als 400 Fans da sein werden, mich als Autor eingeschlossen. Wir werden noch viel Gutes von ihm hören.

Conclusion on Barns Courtney: Courtney is a powerhouse of a man who knows how to captivate his audience. He offers everything you could want in an artist: an incredible voice, empathy, humor, and a healthy dose of self-deprecating humor. There’s absolutely no doubt that more than 400 fans will be there for his next visit to Germany—myself included. We’re going to hear a lot more great things from him.

All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller

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