Zwischen Heavy Metal, klassischer Finesse und virtuoser Gitarrenarbeit
Yngwie Malmsteen, einer der prägendsten Gitarristen der neoklassischen Gitarrenmusik, veröffentlicht am 13. November sein neues Studioalbum „Hell Or High Water“ über Music Theories Recordings / Artone Label Group. Mit der ersten Single „Now Or Never“ gibt der schwedische Gitarrenvirtuose bereits einen Vorgeschmack auf das neun Titel umfassende Album, das in einem über acht Monate entwickelten, konzentrierten Entstehungsprozess entstand und Malmsteen in seiner charakteristischen Verbindung von Heavy Metal und klassischer Musik zeigt.
Yngwie Malmsteen zählt neben Wegbereitern wie Jimi Hendrix und Jimm Page zu den größten Gitaristen
Wenn wir an die größten Gitarristen aller Zeiten denken, insbesondere an Musiker, die einen völlig neuen Stil und Sound auf ihrem Instrument geschaffen haben, steht Yngwie Malmsteen neben Wegbereitern wie Jimi Hendrix, Jimmy Page und Edward Van Halen. Der schwedische Gitarrist war noch ein Teenager, als er die Aufmerksamkeit amerikanischer Plattenlabels und des Publikums auf sich zog. Nach ersten Erfahrungen bei Steeler und Alcatrazz startete er seine Solokarriere und definierte den Begriff des Gitarrenhelden neu. Alben wie „Rising Force“, „Marching Out“ und „Trilogy“ wurden schnell zu Klassikern. Mit der Verbindung von Heavy Metal und klassischer Finesse prägte Malmsteen maßgeblich die neoklassische Gitarrenmusik.
„Selbst ohne Gitarre in der Hand kommt mir die Musik einfach so in den Sinn“
„Als ich anfing, Alben aufzunehmen, habe ich einfach die Songs genommen, die ich so herumliegen hatte“, erklärt Malmsteen. „Später geriet ich in einen festen Rhythmus; ein Album aufnehmen, auf Tour gehen und dann das nächste Album schreiben. Während der Pand emie wurde mir klar, dass es besser ist, sich völlig ungestört zu konzentrieren, also blieb ich zu Hause, um dieses Album über einen Zeitraum von acht Monaten zu schreiben. Ich hatte etwa 80 oder 90 fertige Tracks und musste mich dann entscheiden, welche davon am stärksten waren.“ Für Malmsteen entsteht Musik dabei häufig unabhängig von seinem Instrument. „Selbst ohne Gitarre in der Hand kommt mir die Musik einfach so in den Sinn“, sagt er. „Ich verstehe die Bausteine und kann dir daher alles komponieren, was du möchtest.“ Die Ideen kämen zwar nicht ständig, erklärt er, doch wenn sie kommen, seien sie „wie eine Lawine“. Die Stücke, die er für seine Alben auswählt, seien für ihn „wie Geschenke“.
Das neu Album ist geprägt von ausgeprägten neoklassischen Tendenzen
Sein neues Album beschreibt der Virtuose als „sehr Malmsteen-esque“, geprägt von ausgeprägten neoklassischen Tendenzen. Den Auftakt macht die Lead-Single „Now Or Never“ ein Zusammenspiel aus Riffs, barocken Gegenmelodien, hochfliegendem Gesang und atemberaubender Fingerfertigkeit. Zu seinen größten Vorbildern zählt er Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi.
Besonders persönlich wird „Hell Or High Water“ mit dem Abschluss-Track „Father“, den Malmsteen seinem im vergangenen Jahr verstorbenen Vater widmet.
„Er war ein großartiger Mann“, erinnert sich Malmsteen. „Ich war stolz darauf, ihn als Vater zu haben und ich habe ihn geliebt. Ich wollte ihm all das widmen, und dieser eine bestimmte Titel ist für ihn.“ Dabei verweist er auf ein Zitat von Nicola Paganini: „Man muss selbst stark empfinden, um andere stark empfinden zu lassen.“
Malmsteen über seinen Vagter

Auch nach all den Jahren bleibt Malmsteen seiner kompromisslosen Haltung treu. Wenn sich die Musik für ihn gut anfühlt, reicht das, dass sie anderen gefällt, sei ein Bonus. „Scheitern ist keine Option. Ich lasse mich von niemandem in meinem Tun beeinflussen. Denn ich kann dir versichern: Niemand ist ein härterer Kritiker als ich selbst. Ich mache keine Zugeständnisse. Das liegt einfach nicht in meiner Natur.“

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