Robert Finley der Mann mit der goldenen Blues-Stimme eröffnete die Nacht
„A Night to remember“ besser kann man diesen Blues-Rock-Abend mit The Black Keys und Robert Finley im Palladium in Köln nicht umschreiben. The Black Keys spielen im ausverkauften Palladium ein soundtechnisch komplett sauberes Set. Mit erstaunlicher weise auch optischen Leckerbissen, von zwei Profibeamern auf die riesige Rückwand mit ihrem LED-Schriftzug gezaubert. Die markante Stimme von Dan Auerbach und die energetischen Gitarren im Zusammenspiel mit Patrick Carney an den Drumms erzeugen den massiven und überwältigenden Sound denn das Publikum direkt abfeiert.
Ein Opener der Extraklasse: Robert Finley
Den Opener an diesem Abend macht Robert Finley mit Tochter und Band. Das durchaus gemischte Publikum freut sich über den lebensfreudigen Finley der sie ordentlich auf Betriebstemperatur bringt. Man kann wirklich sagen er ist ein Mann der alten Bluesschule, obwohl er noch gar nicht so lange Musik macht. In letzter Zeit haben wir selten erlebt das eine Band so unterscheidliche Generation anzieht. Es ist einfach schön zu sehen das Handgemachte Musik so hoch im Kurs steht.
Heute ist musikalisch Vollgas angesagt, kein großes Gesabbel
The Black Keys gehen um kurz nach 21:00 Uhr auf die Bühne, unter tosendem Beifall der Fans. Als die ersten Töne von „I Got Mine“ erklingen ist eins klar, heute ist Vollgas angesagt. Eine schöne raue Stimme, Gitarrenriffs vom Feinsten, Schlagzeug mit ordentlich Druck und ein wenig Percussion, mehr braucht es nicht. Heute wird nicht groß gessabelt oder politsiche Statements abgelassen, hier wird Blues, Garage Rock und klassischer Rock ’n’ Roll abgeliefert. Aber alles im modernen Look dargeboten, keine nostalgische Reise in die Vergangenheit.
Ein Bühnenbild wie in einem alten Saloon mit eine bisschen moderner Hilfe
In einem Cowboy Saloon hätte es nicht besser aussehen können als im Palladium, das Bühnenbild der Black Keys. Im Hintergrund prangen riesige Buchstaben, mit zahlreichen LED-Glühbirnen besetzt, und bilden den Schriftzug „THE BLACK KEYS“. Im oberen Bereich des Bildes hängen schwere samtene rote Vorhänge, große Scheinwerfer, Verstärker und Instrumente runden das Bild ab. Die etwas aus dem Rahmen fallenden Fraktalenstrukturen die auf die Rückwand projeziert werden, sind der Teil der Moderne im Bühnenbild.
Ein Set mit Augenmaß
Nach dem Opener „I Got Mine“ folgt „Fever“, und an Startplatztz drei „Gold on the Ceiling“, schon einer der großen Hits. Gitarrenklänge und das treibende Schlagzeug spielen bei den Jungs die Hauptrolle aber sie lassen anderen Kollegen und ihren Instrumenten Raum zum atmen. Insgesamt ist der Sound echt genial an diesem Abend im Palladium, Danke lieber Tontechniker. Hier noch ein kleiner Auszug der Title, aber nicht mehr: „Have Love Will Travel“, „Next Girl“, „Man on a Mission“ und „Just Couldn’t Tie Me Down“. Wir könnten hier noch viel mehr auführen, aber wo bleibt da der Spannungsbogen. Es war ein guter Mix aus Blues, Rock und genialem Rhytmus-Gefühl. Dem sich niemand im Publikum entziehen konnte.
Zugaben? Na klar!
Nach einer kleinen Verschnaufpause, die die Band sich redlich verdient hatte, spielten Sie noch zwei Zugaben. Den Beginn machte „Little Black Submarine“ der Song beginnt mit etwas weniger Tempo um dann zu explodieren. Ein genialer Song um noch einmal die gesamte Band zu fordern ihr Bestes zu geben. Das Publikum war einfach begeistert. Zum Abschluss gab es natürlich noch den größten Hit der Band: „Lonley Boy“ auf die Ohren und ins Blut. Die Fans feierten jede Sekunde dieses Songs und tantzten unaufhörlich. Ein Perfekter Abschluss.
Fazit: Die Suche ist nach den Wurzeln ist abgeschlossen
Fazit THE BLACK KEYS im Palladium: Die Band braucht keine großen Reden, um live zu überzeugen, ihre Musik reicht völlig aus. Dieses ausgewogene Set aus Blues, Garage und Rock ’n’ Roll basierend auf der ganz eigenen Interpretation von The Black Keys war einfach herausragend. Wer bei dieser Show nicht in schwitzen gekommen ist, ist defintiv selber schuld. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die nächste Tour, um noch mehr von diesem außergewöhnlichen Sound zu hören.
Conclusion: THE BLACK KEYS at the Palladium. The band doesn’t need big speeches to win over a live audience—their music speaks for itself. This well-balanced set of blues, garage, and rock ’n’ roll—based on The Black Keys’ very own interpretation—was simply outstanding. Anyone who didn’t break a sweat at this show definitely has only themselves to blame. We’re definitely already looking forward to the next tour so we can hear even more of this extraordinary sound.
All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller
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