Maximo Park – E-Werk Köln: Eine Indie-Zeitreise mit elektrisierender Energie

Opener war an diesem Abend die Band „Art Brut“

Dieses Maxïmo Park E-Werk Köln Konzert war weit mehr als nur eine nostalgische Anekdote. Es war eine Hyme auf das gute Alte und auf das was kommt. Vor genau 20 Jahren erschütterte das Debütalbum „A Certain Trigger“ von Maxïmo Park über Nacht die Indie-Musik-Welt nachhaltig. Mit ausgefeilten Riffs und den fast schon akademischen, aber hochemotionalen Texten von Sänger/Songwriter Paul Smith setzten sie einen neuen Standard.

Als Support gabe es Art Brut auf die Ohren

Als Support bei der „20th Anniversary Tour“ wählte Maximo Park die Band Art Brut. Deren Name übesetzt soviel bedeutet wie: „Rohe Kunst“, im Sinne von Kunst von Outsidern. Auch Brut Art feierten ihr 20 jähriges Debüt-Album „Bang Bang Rock ‚N‘ Roll“ im E-Werk. Nur eben nicht mit einer Headliner-Tour.

Um 20 Uhr eröffnete die Londoner Band Art Brut mit Songs basierend auf dem Zeitgeist der britischen Indie-Szene die Show. Sänger Eddie Argos tritt als umtriebener Entertainer mit intellektuellem (Schrei-) Sprechgesang und schrill gemusterten bunten Hemd auf. Weiterhin sind auf der Bühne das letzte verbliebene Gründungsmitglied Freddy Feedback am Bass und Olga Karatzioti-Bakopoulou an der Gitarre. Das Schlagzeug spielte Tobias Humble (meist im Stehen), Ian Catskilkin überzeugte an der Lead-Gitarre.

Es war ein Geben und Nehmen zwischen dem Frontmann Eddie und dem Publikum. Er erzählt kleine Anekdoten zwischen den Songs, die Fans gaben ihm viele Liebe zurück. Lieder wie „Formed a band“ und „My little brother“ klangen wie künstlerisch zelebrierte Statements, mit vielen Zwischentönen. Besser kann man als Opener die Menge nicht anheizen.

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Indie-Rock ist nicht tot

Das bewiesen Maxïmo Park im Rahmen ihrer 20th Anniversary Tour in Köln. Sänger Paul Smith im stylischen roten Anzug und natürlich mit Hut, bewies das er den legendären Scherenkick noch drauf hat. Immer noch ein großes Highlight für die Fans. Wenn man nicht wüsste das die Songs schon 20 Jahre alt sind, könnte man meinen sie wären gerade frisch enstanden. Es fehlte kein Einziger der „jaggy riffs“ und der „angsty yelps“, die soviele folgende Indie-Musiker geprägt haben.

Die Setlist war gespickt mit Nostalgie und zeitloser Energie

Die Band eröffnete mit dem Song „Signal and Sign“ (Erster Track des Debüt-Albums „A Certain Trigger“). Man könnte meinen die Temperatur stieg gleich um ein paar Grad an, so wie die Fans aufschrien. Smith erklärte kurz sie das Album fast komplett spielen würden. Allerdings in bewusst anderer Rheihenfolge und gespickt mit neuen Songs wie zum Beispiel „Our Velocity“, einer neueren Hyme. Die Setlist beinhaltete Hits wie „Graffiti“ und „Postcard of a Painting“ oder „I want to Stay“. Die angereisten Fans waren vollauf begeistert den sie bekamen die volle Ladung Maxïmo Park.

Party-Time war bei „Apply Some Pressure“ angesagt bei dem wirklich alle Fans hüpften und sangen. Es rollten einfach mehrere Wogen guter Laune durch das E-Werk. Gerade in diesen Zeiten ist es einfach schön wenn Song soviel Hoffnung und gute Vibes verbreiten.

Eine ambitonierte Show mit drei Zugaben

Nach einem ambitionierten Set mit achtzehn Songs verabschieden sich Maximo Park kurz von der Bühne. Um dann unter tosendem Applaus zurück zu kommen und bei den drei genialen Zugaben noch einmal alles zu geben. Sie spielten das gute alte „Acrobat“ gefolgt vom melancholischem „Books from Boxes“. Um dann zum Abschluss „Going Missing“ raus zu hauen, damit war dann auch wirklich jeder im E-Werk durchgeschwitzt und glücklich.

Maxïmo Park – Köln – Fazit: Dieser Abend beweist definitiv das man nach 20 Jahren, im mittlerweile hart umkämften Musikmarkt, am Ball bleiben kann und mit Volldampf voraus weiter produziert. Wer diese Tour verpasst hat, hat ein Gemeinschaftsgefühl zwischen Fans und Band verpasst, das man heutzutage kaum noch findet. Natürlich ist die Spielfreude dieser Band ungebrochen und reißt einen einfach mit.

Maxïmo Park – Cologne – Conclusion: This evening proves that after 20 years, in the now fiercely competitive music market, it’s possible to stay relevant and continue producing full steam ahead. Anyone who missed this tour missed out on a sense of community between fans and band that’s rarely found these days. Of course, the band’s enthusiasm for playing is undiminished and simply infectious.

All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller

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