Ein Abend zwischen Hexen-Kult, Māori-Kultur und einer nie enden Metal-Party von Avatar
Diese Headlinershow von Avatar war nicht nur ein Konzert sondern eine explosive Theaterperformance im Kölner E-Werk. Unterschiedlicher als diese drei Bands – Witch Club Satan, Alien Weaponry und Headliner Avatar – von der musikalischen Ausrichtung und der Bühnen-Performance ist wohl kaum möglich und doch am Ende formte sich geniale Show heraus. Es war ein Tanz zwischen Hexenzirkel, Māori-Power und theatralisch inszenierter Metal-Show.
Witch Club Satan eröffnen mit provokantem Black-Metal-Ritual
Gegen 19 Uhr eröffneten im ausverkauften Kölner E-Werk Witch Club Satan. Die norwegische Black-Metal-Formation besteht aus drei Damen, als sie Bühne betraten hüllten sie sich zunächst in dichten Weihrauch, begleitet von knurrenden dämonischen Klängen. Es war eher der Beginn eines Horrorfilms, als der eines Konzertes. Insgesamt sollte es wohl wie ein Hexen-Ritual wirken.
Musikalisch setzte die Band auf einen rohen und extremen Black-Metal-Sound. Es bot sich uns eine bewusst chaotische und kompromisslose „Show“, immerhin wurde kein Schweineblut verspritzt was wohl bei anderen Auftritten zur Performance gehörte. Bewegung, Gesang und Spielfreude (wenn man das so sagen darf) in Kombination mit obskurem Licht und Nebel machten die Performance eher zu einer düsteren Show als zu einem musikalischen Act.
Das Publikum war durchaus geteilter Meinung von dieser Performance. Man muss Witch Club Satan aber lassen das sie sich konsequent düster und provokant inzeniert haben und dazu stehen.
Alien Weaponry: Māori-Kultur und Metal schließen sich nicht aus
Eine charakteristischen Urgewalt brachten Alien Weaponry, mit ihrem kulturell aufgeladenem Thrash-Metal, auf die Bühne. Das neuseeländische Trio verbindet Te Reo Māori (indigene polynesische Sprache) und Englisch und entfesselen damit einen wilden, monströs vollen Live-Sound, im E-Werk.
Diese Live-Band stiftete die Fans sofort zu wilden Mosh-Pits und Crowdsurfing an. Schwere Stammesrhythmen geparrt mit Thrash-Wildheit und kulturellen Elementen der Māori eröffnen den zweiten Hexenkessel. Diesmal mit deutlich mehr Beteiligung im Publikum.
Alien Weaponry verdienen sich wilden Jubel für ihre hervorragenden rauhen Rhythmen bringen die Fans so richtig auf Betriebstemperatur.
Avatar startet seine Show mit großem Wow-Effekt
Das Bühnenbild von Avatar ist atemberaubend, mit unglaublicher Beleuchtung, aufwendigen Requisiten und einem Schlagzeug, das sich in zwei bewegte Hälften aufteilen lässt und dramatisch über die Bühne rutscht. Gegründet wurde Avatar von John Alfredsson (Schlagzeug) und Jonas Jarlsby (Gitarre) im Teenager-Alter, später kamen Johannes Eckerström (Gesang), Henrik Sandelin (Bass) und Tim Öhrström (Guitarre) dazu. Avatar lieferte eine unglaubliche, theatralische Performance, die ihren Ruf als einer der überzeugendsten Live-Acts in der Metal-Szene rechtfertigt.

Getartet wurde mit „Captain Goat“ aus ihrem neuesten Album „Don’t Go in the Forest“. Natürlich wurden auch die Publikumslieblinge wie „Hail the Apocalypse“ – „The Dirt I’m Buried In“ – „Smells Like a Freakshow“ gespielt. Diese Show war geprägt von der erstaunlichen Stimmpalette und der magnetischen Präsenz von Frontmann Johannes Eckerström. Eckerström war so begeistert vom Kölner Publikum das er gefühlt überhaupt nicht mehr aufhörte sich zu bedanken. Es war ein echtes Fest diese Performance live zu erleben.
Drei Hammer-Zugaben
Nach 1,5 Stunden Power-Play, gab es als Zugaben „Don’t Go in the Forest“ – „Smells Like a Freakshow“ und „Hail the Apocalypse“. Theatralisch vorgetragen wie die gesamte Show: Explosiv, mit grellem Blitzlicht und einer roten Konfetti-Wolke am Ende. Ein perfekt surrealer Abschluss dieser Metal-Schlacht.
Fazit AVATAR live in Köln: Diese Show ist ein absolutes Muss für Metal-Fans. Ein Power-Spektakel, das von aufwendiger Inszenierung über eine choreographierter Beleuchtung in einem kontrolliertem Chaos endet. Diese Avatar Tour 2026 ist aus unsere Sicht eines der geilsten Metal-Events des Jahres, bisher.
Conclusion on AVATAR live in Cologne: This show is an absolute must for metal fans. A power spectacle that culminates in controlled chaos, from elaborate staging and choreographed lighting. In our opinion, this Avatar Tour 2026 is one of the most awesome metal events of the year so far.
All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller
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