Wenn mir jemand 2004 gesagt hätten, dass Kiefer Sutherland, Star der immens beliebten Serie 24, Country-Rock-Alben aufnehmen und veröffentlichen würde, und dass diese Alben durchweg gut wären, ich hätte ihn garantiert komisch angesehen. Aber jetzt kommt der Clou: Live ist der Mann mit seiner Band noch besser als auf seinen Studioalben.
Echtes Kraftpaket auf Tour
Die Kiefer Sutherland Band ist ein echtes Kraftpaket, mit einer starken Kombination aus Hard Rock und Country-Styling, die von Sutherlands schauspielerischem Charisma und zwei unglaublichen Gitarristen angetrieben werden. Es ist nicht perfekt, das wäre ein bisschen übertrieben, aber Sutherland, seine Band und die Fans haben immer die Zeit ihres Lebens.
Opener mit Herz: Colin Andrew
Den Opener der ganzen Tour in Europa macht Colin Andrew, Ire und Singer/Songwriter. Ein empathischer und fesselnder Sänger. Er wärmte und unterhielt das Publikum als Vorlauf für den Hauptact, und mehr als das, seine Songs bekamen vom Publikum in der Live Music Hall die Aufmerksamkeit die sie verdienten. Besonders erwähnens wert finde ich an dieser Stelle seine Interpretation von Prince „Purple Rain“, die wirklich einzigartig ist.
Eine Reibeisenstimme, begleitet von einer Top-Band

Anschließen präsentierte Kiefer Sutherland und Band eine abwechslungsreiche Mischung aus Americana, Country und Rock. Begleitet von erfahrenen Musikern – einer starken Rhythmusgruppe aus Bass und Schlagzeug, einem Leadgitarristen und einem Multi-Instrumentalisten, der mal Gitarre und mal Pedal Steel spielte. Die Rauheit in Sutherlands Stimme verlieh dem ganzen Abend und den Songs das Gewicht und die Persönlichkeit die sei brauchten. Selbst bei den härtesten Riffs blieb sein Gesang extrem im Vordergrund und verständlich, sodass die Texte während des gesamten Sets bis zur letzten Reihe klar ankamen.
Licht, Bühnenbild und Sound ergänzten sich wunderbar
Das Bühnenbild versprach einen Abend im Wohnzimmer, eine Leinwand mit Baumstruktur, ein Servierwagen mit Lampe, Whisky und einem schönen Teppich im Vordergrund, was braucht es mehr. Der Sound in der Live Music Hall war angenehm ausgewogen: Druckvoll genug, um die von einem Rock-Country-Blueskonzert erwartete Wucht zu vermitteln und doch ausgewogen genug, um jeder Stilrichtung den richten Drive zu verpassen.
Eine Setlist nach Maß
Der Abend wurde von Kiefer Sutherland mit dem rockigen Song „Down Below“ eröffnet. Es direkt mit einer Interpretation von Garbages „Only Happy When It Rains“ weiter. Mit einer kurzen persöhnlichen Einleitung (er zieht tatsächlich aus Los Angeles weg) präsentierte er „Goodbye California“, einen neuen wundervollen Song aus dem kommenden Album „Grey“.
Welcher Song darf natürlich nicht fehlen, richtig „Something You Love“ ein klarer Lieblingssong der Fans. Sutherland legte sofort nach mit „Come Back Down“, auch ein neuer Song aus dem kommende Album. Wie immer möchte ich an dieser Stelle nicht die Setlist abarbeiten. Sonder dem Leser die Chance geben das ganze auf einem Konzert live zu erleben. Eines sei noch gesagt: Der Song mit dem stärksten Country-Einschlag auf der Setlist war „This is How It’s Done“, der einmal mehr die Fans zum tanzen animierte. Insgesamt war es eine fröhliche ausgelassene Stimmung an diesem Abend.
Zum Ende hin wurde es blusiger und rockiger
Mit „Down in a Hole“ ging es hin zu schwerem Blues-Rock. Kiefer Sutherland legte seine Gitarre und Jacke beiseite und konzentrierte sich auf den Gesang, während beide Gitarristen zu Gibsons wechselten und während des gesamten Songs Solis spielten.
Dieser rockigere Sound setzten sich auch bei „Friday Night“ fort, ganz zur Freude des Publikums. Zum Abschluss gab es den Tex-Mex-Song aller ZZ-Top „Agave“.
Die Zugaben waren schon etwas Besonderes: „In the Air tonight“ (Phil Collins) mit epischen Gitarren-Parts umgesetzt und als zweite Zugabe „Starlight“ eine langsame Country-Balade die das ganze Publikum nocheinmal zum schunkeln einlud. Ein sehr emotionaler Abschied folgte.
Unser Fazit: Kiefer Sutherland ist nicht einfach nur ein Schauspieler, sonder wirklich ein Musiker der es versteht seine Talente zu kombinieren und den Fans eine echtes Lächeln auf die Gesichter zu zaubern. Musikalisch wie auch als Storyteller absolut überzeugend, wir können es jedem empfehlen diese Genere übergreifende Darbietung zu besuchen, es lohnt sich wirklich.
Our Verdict: Kiefer Sutherland is not merely an actor, but truly a musician who knows how to combine his talents and put a genuine smile on his fans‘ faces. Absolutely convincing—both musically and as a storyteller—we highly recommend that everyone attend this genre-spanning performance; it is truly worth it.
All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller
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