Mehr als fünf Jahrzehnte nach dem Beginn ihrer Freundschaft vereinen Sie ihre musikalischen Welten auf ihrem ersten gemeinsamen Studioalbum • Label: earMUSIC
Nach mehr als fünf Jahrzehnten Freundschaft, musikalischem Austausch und Solokarrieren, die die Möglichkeiten der E-Gitarre neu definiert haben, veröffentlichen Joe Satriani und Steve Vai heute über earMUSIC „The Sea of Emotion“, ihr erstes gemeinsames Studioalbum als SatchVai.
Das Album vereint zwei der einflussreichsten Gitarristen der Rockmusik, deren musikalische Verbindung 1973 auf Long Island begann: Damals nahm der 13-jährige Vai Unterricht bei seinem gerade einmal 17-jährigen Lehrer Satriani. Im Laufe der Jahre kreuzten sich ihre Wege immer wieder, bei Soloprojekten und auf den legendären G3-Tourneen. Doch es sollte mehr als 50 Jahre dauern, bis die langjährigen Freunde endlich ein komplettes Album zusammen aufnahmen.
„Wir planen das schon seit 1973“, sagt Vai lachend. „Nur eben unbewusst.“
Ins Rollen kam das Projekt nach einer G3-Reunion-Tour, die den beiden unerwartet ein Zeitfenster in ihren Terminkalendern verschaffte. Was zunächst als Idee für einen einzelnen Track begann, wuchs schnell zu einem ganzen Album heran, nachdem Satriani Vai zwei fertige Stücke geschickt hatte: „The Sea of Emotion, Part 1“ und „Part 2“. Für Vai war klar: Jetzt ist der richtige Moment gekommen.
Trotz ihrer gemeinsamen Geschichte und ähnlicher musikalischer Einflüsse hielt die Zusammenarbeit so manche Überraschung für die beiden bereit. Jeder von ihnen hatte über Jahrzehnte eine ganz eigene Herangehensweise an das Schreiben und Aufnehmen entwickelt. Der Austausch von Ideen führte beide Musiker in unerwartetes Terrain.
„Die größte Überraschung war, dass wir auf völlig unterschiedliche Weise schreiben“, erklärt Satriani. „Und genau das hat das Projekt so spannend gemacht und uns so viel Spaß bereitet.“
Über zehn Tracks hinweg spannt „The Sea of Emotion“ den Bogen vom geradlinigen Rock ’n’ Roll von „Mayhem“ und „Bronco Freight Train“ über den verspielten Swing von „Zoot Suit Riot“ bis hin zum düsteren, cineastischen „Old Sins Have Long Shadows“und „I Wanna Play My Guitar“, auf dem Gesangslegende Glenn Hughes zu hören ist.
Alles dreht sich um die dreiteilige Titel-Suite
Im Zentrum des Albums steht die dreiteilige Titel-Suite, eine zutiefst persönliche Reflexion über die Freundschaft, die ihr musikalisches Leben geprägt hat. Der Schlusstrack „The Sea of Emotion, Part 3 / Reflections on a Year and a Half“ beginnt mit einer alten Tonbandaufnahme aus einer von Vais ersten Unterrichtsstunden bei Satriani und schließt so den Kreis zu dem Punkt, an dem alles begann.
„Daran sieht man, wie weit wir gekommen sind“, sagt Satriani. „Da sind diese zwei Jungs, die ihren Sound noch nicht gefunden haben, aber voller Begeisterung stecken. Wir jagen etwas hinterher, und wir sind fest entschlossen.“
„In solchen Momenten denke ich wirklich: Wow, wir haben es tatsächlich geschafft“, sagt er. „Es ist ein wunderschönes Zusammenkommen von mir und meinem Freund auf eine sehr intime, musikalische Weise. Genau deshalb haben wir diese Platte gemacht.“
Mit „The Sea of Emotion“ feiert SatchVai nicht nur die außergewöhnlichen Möglichkeiten der E-Gitarre, sondern auch die beständige Freundschaft und kreative Verbindung hinter der Musik.

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