KELS auf ihrer „Across The Pond Tour“ live im Helios 37
Grade aus dem Ei geschlüpft und schon eine ausverkaufte Show in Deutschland, na ja das stimmt natürlich nicht ganz. Kels ist eine Self-Made Singer/ Songwriterin aus Amerika. Um genau zu sein aus Pittsburgh. Gerade mal zwei Auftritten in Deutschland sind geplant, heute Abend im Helios 37 in Köln und ein weiteres Konzert in Berlin. Danach geht es weiter in Kanada und den USA. Sie organisierte ihr erste US-Tour mit über fünfzig Konzerten komplett selbst, Respekt. An einem Dienstag Abend mitten in Köln füllt sich die Halle nur langsam, na ja es gibt ja auch wieder ordentlich Ärger mit der Deutschen Bahn bei der Anreise.
Kein Bühnenbild, kein Aufbau nur ein Mikrofon und zwei Boxen?
Das Publikum und wir stehen etwas ungläubig vor der leeren Bühne. Einzig und allein ein Mikrofonständer zwei Boxen und so etwas wie ein provisorisches DJ-Pult. Keine Gitarre, Bass oder Schlagzeug und auch keine Backline. Das Fragezeichen steht allen auf der Stirn: Wird das ein Akustik- oder ein A capella Konzert? Oder kommt jetzt die Absage des Konzert? Nein natürlich nicht, aber so kann man natürlich auch einen Spannungsbogen aufbauen 🙂
Kleine Verspätungen sind immer entschuldbar
Mit einer fünfzehn minütigen Verspätung erscheint dann KELS auf der Bühne, dazu gesellt sich ein „Mitarbeiter“, der seinen Platz hinter dem „DJ-Pult“ einnimmt. KELS ist der Künstlername, der US-amerikanischen Soul- und Jazzsängerin Kelsey Hillock aus Pittsburgh. Jetzt lebt und arbeitet sie aber in Atlanta. Dann kam die dickste Überraschung des Abends den Sie begüßte das Publikum auf perfektem Deutsch, kein Wunder erfuhren wir doch das Sie in Deutschland geboren worden ist. Außerdem hat sie in Amerika auch noch 7 Jahre Deutsch studiert.
Eine Frau, eine Stimme und Gänsehaut-Feeling
Normalerweise (so kennen wir es alle aus ihren YouTube Videos) ist KELS mit einer dreiköpfigen Begleitband unterwegs, die ist aber aus Kostengründen in Amerika geblieben. Darür dürfen wir ihre fantastische Stimme erleben die wirklich jeden Raum alleine ausfüllt und einem eine Gänsehaut verpasst. Die Begleitmusik kommt vom Mobiltelefon, womit ihr „Mitarbeiter“ ein bisschen zu kämpfen hatte. Musikalisch ist sie im Jazz, Blues, R&B und Soul zu Hause, und vermischt das ganze zu ihrem eigenen Sound. Der ausgesprochen gut beim Publikum ankommt, weil er einfach ehrlich ist.
Eine unglaublich positive Ausstrahlung
Kels ist extrem gut aufgelegt, ständig am Lachen und wirkt dadurch wiklich sehr sympathisch. Die Reaktion des deutschen Publikums hatte sie wohl so nicht erwartet, jeder Song wurde ausgiebig gefeiert und teilweise auch mitgesungen. Sie kommt vor allem so sympatisch rüber weil Sie absolut keine Berührungsängste oder gar Allüren zeigt.
Ihre Songtexte sind eigene Lebensbeichten oder einfach nur schöne Storys, mal handeln sie von guten mnachmal von schlechten Zeiten. Manche Storys sind nicht ganz jugendfrei aber so ist das nun mal im Leben. Am Ende ihrer ein stündigen Performance ruft sie noch dazu auf an den Merch zu kommen und ein Selfie mit ihr zu machen. So einige sind dem Aufruf gefolgt aber aiuch dort zeigte sie sich wirklich interessiert an ihren Fans und nahm sich ausgiebig Zeit für jeden Wunsch.
Fazit des Konzerts von Kels: Es war ein holpriger Start in den Abend, aber die Leidenschaft und der Humor den Kels verbreitet hat für alles entschädigt. Mehr noch, man darf gespannt sein wenn sie wie versprochen mit ihrer Band zurück nach Deutschland kommt. Diese Art von Lebensfreude und Emotionalität ist einfach ansteckend und hat allen im Helios 37 einen unvergesslichen Abend bereitet.
My takeaway from Kels’ concert: It was a rocky start to the evening, but the passion and humor Kels brought to the stage made up for everything. What’s more, we can’t wait to see her return to Germany with her band, as promised. That kind of zest for life and emotional intensity is simply contagious and made for an unforgettable evening for everyone at Helios 37.
All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller
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