Live review: Alice Cooper in Gelsenkirchen zwischen Horror-Show und extrem harten Riffs

Der Altmeister des Rock ’n‘ Roll machte das Amphitheater in Gelsenkirchen zu seiner Theaterbühne

Alice Cooper ist ein echter Entertainer und auch diesmal verwandelte er die Bühne des Amphitheaters Gelsenkirchen in eine komplett durchinzenierte Aufführung. Die neue Show „Alice’s Attic“-legt einen von zwei Tour-Stopps in Deutschland, im Gelsenkirchner Amphitheater ein. Cooper ist und bleibt einer der Größten in der Rockgeschichte. Wir haben schon ein paar Shows erleben dürfen, aber immer wieder schaft er es noch einen drauf zu setzen.

Eine Neubesetzung in der Band Alice Cooper Band: Anna Cara

Das neue Bandmitglied die 22-jährigen Gitarristin Anna Cara spielte groß auf.

Die Band setzte sich fast wie immer zusammen: Chuck Garric (Bass), Ryan Roxie (Gitarre), Tommy Henriksen (Gitarre) und Schlagzeuger Glen Sobel. Mit einer neuen Ergänzung der 22-jährigen Gitarristin Anna Cara (Ersatz für Nita Strauss, während ihrer Baby-Pause). Entdeckt wurde Sie auf YouTube von Tommy Henriksen mit ihren genialen Gitarrencovern-Clips von z.B. Iron Maiden oder Jimmy Hendrix. Ihre technische Präzision und ihre Leidenschaft, machen sie ohne Frage zu einem echten Bandmitglied. Sie fügte allen Stücken einen Hauch Persönlichkeit und einer Prise ihres eigenen Stils hinzu. Henriksen hatte den richtigen Riecher.

Alice’s Attic – Die Show beginnt und die Dachlucke öffnet sich

Was man nicht so alles auf dem Dachboden findet: Schwerter, Zylinder, Totenköpfe, wilde Kostüme, Monster, Gitarren und ja manchmal ganze Bands die „Alice Cooper Band“ in diesem Fall. Das Bestmöglich Horror Szenario für den größten Schock-Rocker unserer Zeit „Alice Cooper, gewohnt theatralisch inzeniert. Und um das ganze abzurunden mit einer überdeminsionalen LED-Wand um auch wirklich jeden Fan an dem bunten Treiben teilhaben zu lassen.

Ein Setlist mit kleinen aber feinen Überraschungen

Was wünscht man sich als Fan mehr als die guten alten Songs gepaart mit ein paar neuen Hymnen? Nichts den das nennt man eine ausgewogene Setlist. Nach kurzem Intro geht die wilde Fahrt auch schon los mit „Who Do you Think We Are“ gefolgt von „Spark In The Dark“, „No More Mr. Nice Guy“ und House Of Fire. Wie immer gehen wir hier nicht die Setlist durch, aber Erwähnung sollten noch finden: „I’m Eighteen“, „Feed My Frankenstein“, „Hey Stoopid“ und „Poison“ denn diese Songs haben das Publikum zum kochen gebracht.

Auftritt Sheryl Cooper

Was wäre eine Alice Cooper Show ohne die theatralischen Köpfung beim Song „Second Coming / Going Home“ durchgeführt von Sheryl Cooper und ihrer Tanzeinlage zum Abschluss des Liedes? Richtig keine Alice Cooper Show.

Neue Show neues Ende

Es kam die Zeit für „School’s Out“ und der Platz vor der Bühne wurde zu einer fetten Party. Alle nahmen an das Ende der Show sei nun gekommen. Falsch, Alice Cooper hat das erste Mal seid langer Zeit das Ende der Show umgestellt. Den zu aller Überraschung stimmte die Band ein Cover von Nirvana „Smells Like Teen Spirit“ an. Diesen Song zu covern ist schon mutig, aber die Band rundum Alice besteht aus Profis und hat sauber abgeliefert.

Fazit Alice Cooper

Unser Fazit zu Alice Cooper: Die 78 jährige Schock-Rock Ikone hat mit seiner neuen Show definitiv im Amphitheater abgeliefert. Ein Abend mit geilem Sound, cooler Show und einer Performance der gesamten Band, die einfach nur Spaß machte zuzusehen und zu feiern. Alice blieb sich und seinem Sound treu und trotzdem war eine Weiterentwicklung zu erkennen und zu spüren. Danke daür.

Our take on Alice Cooper: The 78-year-old shock rock icon definitely delivered at the amphitheater with his new show. It was an evening of awesome sound, a cool show, and a performance by the entire band that was just a blast to watch and celebrate. Alice stayed true to himself and his sound, yet you could still see and feel that he’s evolved. Thanks for that.

All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller

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