Kula Shaker lieferten ein Gesamtkunstwerk als Show in Köln ab
Februar 26, 2026Kula Shaker im Bürgerhaus Stollwerk: Eine Show die man nicht so schnell vergessen wird
Nach mehr als drei Jahrzehnten Bandgeschichte bewiesen Kula Shaker im Kölner Bürgerhaus Stollwerk, dass sie nichts von ihrer Faszination verloren haben. Die Kula Shaker Köln Show wurde zu einem audiovisuellen Erlebnis, das Musik, Spiritualität und Kunst nahtlos miteinander verband.
Mit ihrem achten Studioalbum Wormslayer feierte die Band zuletzt einen beachtlichen Erfolg. Das Album stieg nur knapp außerhalb der Top 10 in die britischen Charts ein. Für eine Band, die seit den frühen Neunzigern aktiv ist, ist das alles andere als selbstverständlich. Vielmehr zeigt es, wie zeitlos ihr Sound geblieben ist.

Kula Shaker sind bekannt für ihren unverwechselbaren Stil. Britpop trifft auf psychedelischen Rock und wird mit indischen Einflüssen angereichert. Diese Mischung prägt nicht nur ihre Studioalben, sondern entfaltet live eine ganz eigene Magie. Genau das wurde an diesem Abend in Köln eindrucksvoll spürbar.
Acht Songs aus Wormslayer auf der Setlist
Ein Blick auf die Setlist machte schnell klar, wie sehr die Band an ihr neues Werk glaubt. Gleich acht Songs von Wormslayer fanden ihren Platz im Programm. Für einen so etablierten Act ist das ein mutiger Schritt. Viele Fans kommen schließlich mit der Erwartung, vor allem die großen Klassiker zu hören.
Im Zentrum stand Crispian Mills an diesem atemberaubenden Abend, dessen Lieder so konstruiert zu sein scheinen, dass sie versteckte Ecken der Psyche öffnen. Keyboarder Jay Darlington überzog den Abend mit wirbelnden Orgellines, die sich für Astralreisen konzipiert anfühlten, während Schlagzeuger Paul Winterhart und Bassist Alonza Bevan die Musik mit einem geschmeidigen, tanzbaren Puls verankerten. Dies war Psychedelia nicht als Museumsstück, sondern als aktuelles, lebendiges und physisches Konzerterlebnis.
Ein Gesamtkunstwerk der Extraklasse
Der Sound war wirklich gut abgemischt und die Lightshow einfach spektakulär. Hier brauchte keiner Drogen um abzufliegen, man musste sich nur auf den Sound und die visuellen Effekte einlassen. Sehr raffiniert gemacht. Das ausverkaufte Bürgerhaus Stollwerk war ein Ort des Friedens und des Feierns, wir haben selten so wirklich entspannte Fans erlebt wir an diesem Abend.
80 Minuten pure Ekstase
Nach 80 Minuten endete diese kosmischen Reise mit dem Song „Govinda“ (nebenbei bemerkt ein Klassiker), auch in einer sehr erfrischenden neuen Form dargeboten. Natürlich viel es dem Publikum schwer, in eine Welt zurückzukehren, die sich deutlich härter und weniger bunt anfühlte.
Fazit: Kula Shaker, 30 Jahre und kein bisschen leise oder müde. Wer die Chance hat diese Band noch live zu erleben, raten wir einfach machen. Noch nie war es so schön einfach mal ein Pause vom aktuellen Geschehen zu machen.
Conclusion: Kula Shaker, 30 years old and not a bit quiet or tired. If you have the chance to experience this band live, we highly recommend doing it. It’s never been so nice to simply take a break from current events.
All pictures © worldofsoundbar | Andreas Müller
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