Die Spitz Deutschland Tour: Vier fette Konzerte der Texanerinnen im Februar

Die Spitz Deutschland Tour: Vier fette Konzerte der Texanerinnen im Februar

Februar 3, 2026 Aus Von Claudia Reckfort

Während die postmoderne Gesellschaft weiter zerbröckelt, formieren sich Die Spitz mit ungefilterter Energie gegen den Stillstand. Die Spitz Deutschland Shows im Februar markieren den nächsten Meilenstein für die vier Texanerinnen, deren Debütalbum „Something To Consume“ Ende letzten Jahres erschienen ist. Bereits ihre Sommerkonzerte 2025 waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Dieses Kunststück wiederholen sie nun eindrucksvoll im Februar.

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Der Song „Throw Yourself to the Sword“ in einer Live-Sesion bei KEXP

Debütalbum „Something To Consume“ als Manifest

Am 12. September 2025 veröffentlichten Die Spitz ihr erstes Album „Something To Consume“ über Third Man Records. Das Werk ist weit mehr als ein klassisches Debüt. Es ist eine künstlerische Kampfansage an Konsum, Gleichgültigkeit und gesellschaftliche Leere. Die Band erschafft darin einen eigenen Rückzugsort, von dem aus sie den Verfall der Welt beobachten und kommentieren.

Musikalisch vereinen Die Spitz klassischen Punk, Hardcore, Metal und Alternative Rock. Dabei wechseln sie mühelos zwischen roher Aggression und melancholischen Momenten. Das Album richtet sich an Hörer*innen, die gleichermaßen Lärm und Tiefe suchen. Konsum wird nicht nur kritisiert, sondern in all seinen Facetten beleuchtet.

Albumcover Die Spitz – Something To Consume

Vier Shows, vier Mal ausverkauft

Im Februar verlassen Die Spitz ihren metaphorischen Hügel und kommen für vier Shows nach Deutschland. Die Spitz Deutschland Shows waren erneut innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft. Schon im Juli 2025 sorgten ihre Konzerte in Hamburg, Berlin und Köln für volle Hallen und euphorische Reaktionen.

Dass sich dieses Szenario nun wiederholt, zeigt die enorme Resonanz auf die Band. Die Spitz haben sich in kürzester Zeit eine treue Fangemeinde erspielt. Ihre Konzerte gelten als unberechenbar, intensiv und kompromisslos.

Krawallige Liveshows ohne Sicherheitsnetz

Live sind Die Spitz ein Erlebnis jenseits klassischer Konzertstrukturen. Radschlag-Duelle, Kletteraktionen auf das Bühnengerüst und Soli beim Crowdsurfen gehören zum festen Repertoire. Die Energie der Band überträgt sich unmittelbar auf das Publikum.

Diese Unmittelbarkeit macht jede Show einzigartig. Kontrolle wird bewusst abgegeben. Chaos ist Teil des Konzepts. Die Spitz schaffen Räume, in denen Grenzen zwischen Bühne und Publikum verschwimmen.

Produktion mit Will Yip und musikalische Reife

Produziert wurde „Something To Consume“ von Will Yip in den Studio 4 Studios. Yip arbeitete bereits mit Bands wie Turnstile und Mannequin Pussy zusammen. Seine Handschrift verleiht dem Album Druck, Klarheit und emotionale Tiefe.

Obwohl die Musikerinnen erst Anfang 20 sind, wirkt das Album erstaunlich reif. Die Songs sind strukturiert, leidenschaftlich und durchdacht. Frustration wird hier nicht unkontrolliert entladen, sondern gezielt kanalisiert.

Haltung, Identität und politisches Bewusstsein

Die Spitz verstehen Musik als Ausdruck von Haltung. Sängerin Chloe De St. Aubin betont, wie sehr sie politische Themen beschäftigen. Musik sei für sie untrennbar mit Verantwortung verbunden. Wegsehen ist keine Option.

Die Band beschreibt sich selbst als Freigeister mit vielfältigen Interessen. Interne Machtstrukturen oder kreative Einschränkungen lehnen sie ab. Diese Freiheit spiegelt sich sowohl im Sound als auch in der Bühnenpräsenz wider.

Ein starkes Statement für die Zukunft

Mit ihrem Debüt und den Die Spitz Deutschland Shows setzen die Texanerinnen ein klares Zeichen. Sie stehen in der Tradition jener Künstler*innen, die Veränderung einfordern. Dabei wirken sie nie belehrend, sondern ehrlich und direkt.

Die ausverkauften Februar-Shows zeigen, dass diese Botschaft ankommt. Die Spitz sind gekommen, um zu bleiben. Und sie bringen den nötigen Lärm mit.