The Rasmus live in Köln: Zukunfts- oder doch Vergangenheits-Romantic?
November 28, 2025Konzert Review – The Rasmus – Live Music Hall am 25.11.2025
Das Ruhrgebiet ist ein einziger Stau an diesem Dienstag Abend, daher kommen wir ein bisschen genervt in der Live Music Hall an. Aber pünktlich für einen Abend, der sich erstmal wie eine Reise in die Vergangenheit anfühlt aber es sollte auch etwas Neues auf die Ohren geben. The Rasmus sind immer ein Garant für einen geilen Abend mit viel guter Stimmung.
Opener des Abends sind Block of Flats
Erst einmal geht eine andere finnische Band an den Start. Als First-Opener auf dieser Tour gab es Block of Flats – eine Rockband aus Helsinki. Block of Flats gaben ihr Debut erst 2020. Sie legen von Beginn an eine überzeugende, mitreißende Performance hin. Ihr Sound ist ein wilder Mix aus metal-artigen Riffs und poppigen Melodien, teilweise auch mit Pop Punk-Charakter. Sänger Jonne Nikkilä überzeugt mit frischer Stimme und den Bandmitgliedern ist sichtlich anzusehen das sie Spaß auf der Bühne haben. Block of Flats bieten ein ordentliches Warm-Up Programm und wärmten nicht nur die Seelen der Menge auf.
Second-Opener: The Funeral Portrait
Nach erfreulich kurzer Umbaupause folgt der zweite Opener. The Funeral Portrait, gegründet 2014 in Amerika, die in Musik und Darbietung eher an Pop Punk und Emo-Ikonen erinnert. Die Energie schwappt von Anfang an auf das Publikum über. Sänger Lee Jennings tanzt, springt und schleudert seine Beine in die Luft und performt mit einer ausdrucksstarker Ganzkörper-Mimik. Jennings ist ein Star zum Anfassen, was er damit beweist das er der ganzen Front Row versucht die Hand zu reichen. Der Rest der Band ist genauso euphorisch unterwegs, was auch der Menge gefällt. Der theatralische Auftritt und die wirklich solide musikalische Leistung steigert die Temperatur in der Live Music Hall noch mehr.
Hohe Erwartungen an den Hauptact – The Rasmus
Nach einer etwas längeren Umbaupause ist Videoleinwand vom Vorhang befreit und die Erwartungen an The Rasmus hoch. In der Live Music Hall wird es kuschelig denn nun ist die Venue voll. 21:40 Uhr – The Rasmus eröffnen die Show mit der ersten Single ihres neuen Albums Weirdo, Rest in Pieces. Es ist alles beim Alten, Sänger Lauri Ylönen ballert wie ein Flummi über die Bühne und Bassist Eero Heinonen begrüßt das Publikum nach dem ersten Song in fast perfektem Deutsch. Dann haut die Band auch schon den zweiten Klassiker Guilty raus. Das Feuerwerk geht gleich unvermindert weiter mit No Fear. Was für ein Start in die Show.
Das Set setzt sich zu großen Teilen aus Songs und Alben der 2000er zusammen. Kaum verwunderlich den mit diesen hatten The Rasmus in Deutschland ihre größten Erfolge. In The Shadows durfte natürlich auf der Setlist nicht fehlen und wurde unter großem Gejohle der Menge vorgetragen. Einen Teil des Konzert bestimmten die neuen Songs des Albums Weirdo (Vö.: Oktober 2025), schließlich sollte die Platte mit diesem Abend promoted werden.

Kracher des Abends
Gitarristin Emppu Suhonen hat einen großartigen Vocal-Part beim Kracher Banksy aus dem neuen Album. Warum erst jetzt diese talentierte Stimme in den Ring geworfen wird, ein Rätsel. Es folgt eine kurze, wirklich kurze, Pause. Die Band kehrt gemeinsammit dem Frontman Lee Jennings von The Funeral Portrait zurück auf die Bühne. Genau wie auf dem gleichnahmigen Album wird Weirdo zusammen zum Besten gegeben. Danach folgt ein magischer Moment mit der Ballade Sail Away. Love Is a Bitch bildet den Abschluss eines Schweißtreibenden Abends.
Fazit: Die Erwartungen des Publikums wurden erfüllt (unsere auch), was man deutlich an den Gesichtern der Fans sehen konnte. The Rasmus liefern einfach immer ordentlich ab, jetzt beginnt das Warten bis zur nächsten Tour.
















































